Willkommen auf der Website des FC 1920 Leimersheim

 
 
     
 
 

 

 



 

Die Geschichte des Vereins

 

 

Die Gründungsmitglieder:

Keller Alfred
Keller Artur
Kuhn Heinrich
Liebel Alfons
Ochsenreither Franz
Schaaf Friedrich
Schwab Karl
Wünschel Josef
Wünschel Karl

 



Die Ehrenmitglieder (bis 1995, Liste wird noch vervollständigt):

Acker Karl
Faath Friedrich
Geiger Rudolf
Heintz Kurt
Keller Alfred
Keller Artur
Keller Fritz
Keller Leo
Kuhn Franz
Kuhn Fritz
Kuhn Heinrich
Kuhn Rudolf
Kuhn Josef
Laveuve Josef
Laveuve Otto
Leingang Josef
Liebel Alfons
Lösch Gustav
Lösch Heinrich
Marthaler Gustav
Martin Ludwig
Nipken Gustav
Ochsenreither Franz
Schaaf Emil
Schaaf Karl
Schaaf Friedrich
Schardt Fritz
Schwab Josef
Weschler Otto
Wolf Georg
Wingerter Hermann
Wünschel Josef
Wünschel Karl

 


Die Vereinsgeschichte, Auszug aus der Festschrift zum 75-jährigen Jubiläum 1995
(Die Vereinsgeschichte wurde erstellt von Robert Marthaler und weitergeführt von Volker Schwab)

Der Fußballclub Leimersheim 1920 e.V. feiert im Jahre 1995 sein 75-jähriges Vereinsjubiläum. Der Verein ist, gemessen an der 1200 Jahre alten Geschichte der Gemeinde Leimersheim gewiss noch ein junger Verein. Und doch ist das Geschehen um und mit dem Verein in den vergangenen zwei bis drei Genereationen bereits Geschichte geworden.

Der Fußballclub hat in der Vergangenheit dem Vereinsleben und dem sportlichen Leben in der Gemeinde wertvolle Impulse gegeben und nunmehr über sieben Jahrzehnte hinweg nicht nur den aktiven Vereinsmitgliedern körperliche Ertüchtigung, sondern auch den passiven Sportfreunden Freude, Spannung und Zerstreuung geboten.

Es war teilweise ein recht steiniger Weg, den der Verein und seine Mitglieder seit der Vereinsgründung vor 75 Jahren zurückgelegt haben. Umso mehr können heute alle mit Stolz auf das Erreichte zurückblicken und das 75-jährige Vereinsjubiläum begehen.

Viele Mitglieder werden die Geschehnisse in ihrem und um ihren Verein inzwischen aus den Augen verloren haben und die jüngeren Sportkameraden sie nicht selbst erlebt haben.

Es ist dem Verein deshalb gerade anlässlich seines Vereinsjubiläums ein besonderes Anliegen im Rahmen dieser Jubiläumsfestschrift wichtige Begebenheiten und Vereinsdaten in dieser Festschrift in Erinnerung zu bringen.

Zahlreich sind die Vereinsmitglieder, die in der Vergangenheit mit großem Engagement, sei es in verantwortlicher Vereinsfunktion als stille, bescheidene Helfer oder durch sportliche Leistungen den Verein bisher begleitet und zu dem gemacht haben, als was er sich heute darstellt. Es ist gewiss nicht möglich, alle diese Mitglieder in dieser Festschrift namentlich aufzuführen, zumal aus der Zeit vor 1945 überhaupt keine schriftlichen Unterlagen mehr verfügbar sind. Es wird deshalb um Verständnis gebeten, wenn im Rahmen der Vereinsgeschichte nur einige wenige Personen namentlich hervorgehoben sind.


Die Anfänge des organisierten, vereinsmäßig betriebenen Fußballsports in Leimersheim gehen auf das Jahr 1920 zurück, genau auf den 20. Juni 1920. An diesem Tage wurde im ehemaligen Gasthaus "Zum Löwen" der Fußballverein Leimersheim mit der Vereinsbezeichnung "FUSSBALLVEREIN KONKORDIA" von einer Reihe junger Männer des Dorfes, die das Bedürfnis einer sportlichen Betätigung durch Ballspiel hatten, gegründet. Die Gründungsmitglieder waren:

Keller Alfred
Keller Artur
Kuhn Heinrich
Liebel Alfons
Ochsenreither Franz
Schaaf Friedrich
Schwab Karl
Wünschel Josef
Wünschel Karl


Der erste Vorsitzende des Vereins war Heinrich Kuhn.


In jenen Jahren erfreute sich der Fußballsport in unserem Ort noch nicht einer allgemeinen Beliebtheit und des Interesses großer Bevölkerungsteile wie heute.


Diese Sportart war hier wie vielerorts verpönt; es wurde auch daran Anstoß genommen, dass die Spieler in kurzen Sporthosen öffentlich auftraten.


Auch standen finanzielle Mittel dem Verein von dritter Seite nicht zur Verfügung. So mussten die aktiven Spieler die notwendigen Sportartikel selbst aus eigener Tasche bezahlen, was bei der damaligen schwierigen allgemeinen Wirtschaftslage nach dem Ersten Weltkrieg den Einzelnen große persönliche Opferbereitschaft abverlangte, dies obwohl die Sportkleidung (Trikot, Hosen, Stulpen) nur ca. 5,- Reichsmark kosteten und als Vereinsbeitrag nur 50 Pfennige im Monat erhoben wurden.


Nach der Vereinsgründung wurden zunächst Freundschaftsspiele mit Mannschaften aus den umliegenden Orten wie Neupotz, Hördt, Sondernheim, Herxheim u.a. ausgetragen. Das erste Wettspiel überhabt fand gegen die Mannschaft aus Neupotz statt.


Die Sportkleidung war: Weißes Trikot, schwarze Hosen, schwarze Stulpen mit weißen Streifen. Die Spieler hatten bereits auch schon Fußballschuhe mit Stollen. Für den Transport der Spielkleidung bei Auswärtsspielen waren damals keine Ledertaschen oder Vereinskoffer verfügbar, vielmehr hatten die einzelnen Spieler ihre Spielkleidung in kleinen Weidekörben untergebracht.


Zwar wurde in den ersten Jahren bei Spielen bereits ein unparteiischer Schiedsrichter eingesetzt; es gab aber noch keine Linienrichter. Auch hatten die Spieler noch keine Spielerpässe. Es war jeweils dem Verein freigelassen, welchen Mann er bei welchem Spiel zum Einsatz bringen wollte.

Kurze Zeit nach der Vereinsgründung und nachdem zuerst einige Freundschaftsspiele durchgeführt waren, beteiligte sich die junge Mannschaft dann auch an den Verbandsspielen des Bezirkes. Allerdings nur mit der sogenannten 1. Mannschaft; eine 2. Mannschaft oder gar Jugendmannschaften waren in den ersten Jahren noch nicht vorhanden.


Die ersten Fußballwettspiele wurden auf der ehemaligen "Fohlenweide" (heute bebautes Gelände gegenüber dem Friedhof) ausgetragen. Neben den Vereinsmitgliedern selbst haben sich allenfalls nur ca. 20 Personen als Zuschauer bei einem Spiel eingefunden. Während die Vereinsmitglieder unentgeltlich zuschauen konnten, wurde von den Nichtmitgliedern als Eintrittsgeld ein Betrag von 30 Pfennig erhoben.


Die Benutzung der "Fohlenweide" als Spielfeld war allerdings nur kurze Zeit möglich, so dass schon bald auf die ehemalige "Tuchbleiche" (östlich der Fohlenweide, heute ebenfalls bebaut) ausgewichen werden musste. Da aber auch dieses Gelände auf Dauer den allgemeinen Anforderungen nicht genügen konnte - der Spielbertrieb mit auswärtigen Vereinen war intensiviert worden - stellte die Gemeinde dem Verein den damaligen mit Weiden bepflanzten Rinderplatz zur Verfügung. In Gemeinschaftsarbeit aller Mitglieder wurde in wochenlangen mühseligen Rodungsarbeiten dieser Platz spielfähig gemacht; er hatte allerdings nur eine Größe von 70 auf 54 Meter (dort liegt auch der heutige Sportplatz; Größe 105 auf 68).

Mitte der 20er Jahre mussten die jungen Männer, die erst einige Jahre zuvor von gemeinsamen Ideen und Motiven geleitet den Verein aus der Taufe gehoben hatten, mehrere Rückschläge erleben. Infolge großer Arbeitslosigkeit zu jener Zeit mussten viele anderwärts ihr Brot verdienen und standen für den Spielbetrieb nicht mehr zur Verfügung. Des Weiteren wurde in jenen Jahren ein weiterer Sportverein (Turnverein) im Ort gegründet, was zur Folge hatte, dass eine Reihe von Fußballern zu dem neuen Verein überwechselten.


Schließlich war der Verein noch nicht einmal mehr in der Lage, die Beitragszahlungen an den Südwestdeutschen Fußballverband abzuführen. So entschloss sich im Jahre 1927 der Vereinsvorstand notgedrungen dazu, zur DJK (= Deutsche Jugend Kraft) überzutreten und unter dieser "Flagge" weiter Fußball zu spielen.


Nachdem im Jahre 1933 die DJK von den Machthabern des Dritten Reiches landesweit aufgelöst worden war, setzten die Fußballfreunde den Spielbetrieb und das Vereinsleben unter dem Vereinsnamen "Fußballverein Leimersheim" wieder fort.

Die Mitgliederzahl stieg innerhalb kurzer Zeit auf 58.

 

Es war eine gute und spielstarke Mannschaft, die der Verein auf das Spielfeld brachte. Neben den regulären Verbandsspielen wurde ein Reger freundschaftlicher Sportbetrieb mit pfälzischen und badischen Vereinsmannschaften, auch mit größeren Vereinen bis hinunter nach Ludwigshafen, gepflegt. Die Mannschaft war eine "Turniermannschaft", die bei zahlreichen Fußballturnieren, an denen sie teilgenommen hat, als Turniersieger hervorgegangen ist.


Inzwischen waren auch eine 2. Mannschaft und eine Jugendmannschaft gebildet worden, die regelmäßig Spiele austrugen.

Das Vereinslokal befand sich in diesen Jahren in der Gastwirtschaft "Zum Adler", dessen Besitzer, Wolf Georg, seinerzeit mehrere Jahre lang 1. Vorsitzender des Vereins war. Die Mitte der 30er Jahre immer stärker werdende Entwicklungsphase des Vereins war allerdings leider nur von relativ kurzer Dauer.

Infolge der Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht und schließlich durch den Kriegsausbruch bedingt, wurden sowohl die aktiven Spieler als auch die heranwachsenden Jugendspieler zum Wehr- und Kriegsdienst eingezogen.

Der Spielbetrieb und auch die Vereinstätigkeit überhaupt waren schließlich in Leimersheim wie überall landauf und landab auf dem Nullpunkt angelangt und kamen völlig zum Erliegen.


Eine Reihe von Sportkameraden kehrten aus dem Kriege nicht mehr heim. Bereits im Herbst 1945, der Zweite Weltkrieg war erst wenige Monate zu Ende, täglich kehrten Kriegsteilnehmer nach Leimersheim zurück, vereinbarten die zu jener Zeit bereits wieder am Ort anwesenden Vereinsanhänger sich in der Gastwirtschaft "Zur Sonne" zu einer Versammlung zu treffen.


Bei dieser ersten, mit Genehmigung der französischen Besatzungsmacht im Oktober 1945 abgehaltenen Versammlung wurde beschlossen, die Vereinstätigkeit ab sofort wieder aufzunehmen und die Fußballspiele vereinsmäßig zu organisieren. Zum 1. Vorsitzenden wurde das Vereinsmitglied Keller Leo gewählt. Als Vereinslokal wurde die Gastwirtschaft "Zur Sonne" bestimmt.


Die Vereinsmannschaft setzte sich aus Spielern der Vorkriegself und aus neu hinzugekommenen jungen Mitgliedern zusammen.

In den ersten Nachkriegsjahren hatten der Verein und die Spieler mit besonderen Widrigkeiten wie in den  Gründerjahren, wenn auch anders geartet, zu kämpfen. Die Beschaffung von neuer Sportkleidung und von Bällen war so gut wie überhaupt nicht möglich. Es mussten deshalb notgedrungen die noch aus der Vorkriegszeit vorhandenen Utensilien zusammengesucht und "zusammengebettelt" werden.


Das erste Spiel, das die Vereinsmannschaft nach dem Kriege austrug, fand in Hatzenbühl statt.


Zu den auswärtigen Spielen mussten Spieler und Zuschauer wie schon vor 1945 zunächst mit mehr oder weniger gut intakten Fahrrädern zu teilweise bis zu 20km entfernten Orten fahren. Ein bis zwei Jahre später konnte man dann einen ortsansässigen Fuhrunternehmer (Bertram) dafür gewinnen, die Mannschaft mit Begleiter mit seinem Fahrzeug zu transportieren. Diese Fahrten erfolgten teils mit Lastkraftwagen ohne Ladeverdeck oder mit einem alten, fast schon ausgedienten Bus mit Holzvergaserantrieb, allerdings nicht immer gegen Fahrgeld, sondern vielfach gegen Naturalien wie Eier, Tabak u.ä., die die Fahrteilnehmer selbst beschaffen mussten. Spesen und Fahrkostenersatz waren für die Spieler selbst ein Fremdwort.

Trotz dieser an sich misslichen Begleitumstände eriitt der Sportbetrieb selbst keine Nachteile, denn die Begeisterung und die Kameradschaft von Vorstand, Spielern und Vereinsanhängern überwanden schließlich alle Hindernisse und Schwierigkeiten.

Der Sportplatz war zwar auch in den Nachkriegsjahren bespielbar, er war aber mit großen Mängeln behaftet. Wie viele noch wissen werden, verlief quer über den Sportplatz von Südwest nach Nordost ein Fußgängerpfad, der den Spielablauf doch vielfach beeinträchtigte. Der Platz wurde deshalb im  Jahre 1947 umgepflügt und von den Mitgliedern in vielen Abendstunden eingeebnet und wieder bespielbar gemacht.


Der erste große Erfolg in der Vereinsgeschichte wurde im Jahre 1947 errungen. Die Fußballmannschaft wurde in der Verbandsrunde 1947 gegen stärkste Konkurrenz Meister in der "Gruppe Nord" des Kreises Germersheim. Ein Aufstieg in eine höhere Spielklasse blieb dem Verein aber versagt, denn in diesem Jahr wurden die A- und B-Klassen gebildet, und ein zwischen den Meistern der Gruppe Nord (Leimersheim) und der Gruppe Süd (Neuburg) angesetztes Qualifikationsspiel für eine Aufnahme in die A-Klasse ging für Leimersheim leider verloren. Es sollte dann noch 13 Jahre dauern, bis der Fußballverein Leimersheim in die A-Klasse aufsteigen konnte.

Am 11. Juni 1950 feierte der Verein sein 30-jähriges Gründungsfest. Neben der Ehrung verdienter Mitglieder und einem aus zahlreichen Vereinen gebildeten Festzug durch den Ort standen eine Reihe von sportlichen Veranstaltungen wie Leichtathletikkämpfe, Fußballspiele und ein Feld-Handballspiel "Phönix Ludwigshafen" - "HTV Kuhardt" auf dem Programm. Auch wurde ein Fußballspiel ausgetragen zwischen einer Leimersheimer Mannschaft, die sich teilweise aus den damals 50-jährigen Gründungsmitgliedern und einer Mannschaft von etwas gleichaltrigen Sportfreunden aus Neupotz zusammensetzte.

Anlässlich einer im Jahre 1950 erneut notwendig gewordenen Instandsetzung des Sportplatzes wurde dieser gleichzeitig erweitert auf eine Länge von 105m und eine Breite von 68m.

Ebenfalls im Jahre 1950 und zwar in der Generalsversammlung am 16.11.1950 wurde die erste Satzung des Vereins beschlossen.

Schon damals beschränkte sich der Verein nicht mehr nur auf die Durchführung verbandsmäßig angesetzter Fußballspiele oder Freundschaftsspiele, sondern führte auch gesellige Veranstaltungen in Form von Theaterabenden durch. Die seit dieser Zeit regelmäßigen jährlichen Weihnachtsfeiern und Vereinsbälle erfreuen sich bis auf den heutigen Tag allgemeiner Beliebtheit. Das gesellige Programm wurde in späteren Jahren noch durch jährliche, zum Teil mehrtägige, Vereinsausflüge bereichert.

Alljährliche Sportfeste wurden zu einer Selbstverständlichkeit. Sie waren allerdings weniger auf finanziellen Gewinn ausgerichtet als vielmehr ausschließlich sportliche Begegnungen. Das mag beispielsweise das Sportfest vom Jahre 1954 besonders verdeutlichen; es hat nämlich dem Verein nur einen Reinerlös von 32,- DM (Zweiunddreißig Deutsche Mark) gebracht.


Im Jahr 1950 wurde aus dem vorhandenen Spielerreservoir erstmals eine 2. Mannschaft gebildet, die fortan wie die 1. Mannschaft Sonntag für Sonntag ihre Spiele austrägt. Ein Jahr später hat der Verein auch mit der Jugendarbeit begonnen und zunächst eine B-Jugendmannschaft aufgestellt.


Ein nennenswerter sportlicher Erfolg und ein Beweis für die stetige Aufwärtsentwicklung des Vereins waren im Jahre 1955 zu verzeichnen. Die Mannschaft konnte nämlich in diesem Jahr das Endspiel in der Pokalrunde der B-Klasse des Kreises Germersheim erreichen.


Um mit der allgemeinen spielerischen Entwicklung der Sportvereine Schritt halten zu können, kamen erstmals im Jahre 1957 Überlegungen auf, planmäßig Übungs- bzw. Trainingsstunden durchzuführen und diese durch einen eigens hierfür bestellten Trainer leiten zu lassen. Die Durchführung von Trainingsstunden wurde dann auch eingeführt und ab dem Jahre 1959 ein Trainer  bestellt, der die wöchentlichen Trainingsstunden leitete.


Gleichzeitig wurde am Sportplatz eine Lichtanlage installiert; diese war notwendig geworden, da das Training in den Abendstunden durchgeführt werden musste.

Der erste Trainer des Vereins war Richard Westenfelder.

Wie richtig und erfolgsversprechend die Intensivierung des Trainings war, zeigte sich bereits ein Jahr später, im Jahre 1960. Die 1. Mannschaft konnte in diesem Jahr die Pokalmeisterschaft in der B-Klasse des Kreises Germersheim erringen und in den anschließenden Aufstiegsspielen sich für den Aufstieg in die Kreisklasse A Vorderpfalz, Gruppe Süd, qualifizieren.


Erstmals seit dem 40-jährigen Bestehen des Vereins war es gelungen, durch eigene spielerische Leistungen in eine höhere Spielklasse aufzusteigen. Dieser Erfolg fiel zusammen mit dem 40-jährigen Gründungsfest des Vereins, das vom 30. Juli bis 1. August 1960 festlich begangen wurde. Die Siegermannschaft wurde beim Festbankett am 30.7. 1960 besonders geehrt.

Das Jahr 1960 ist aber nicht nur ob seines sportlichen Erfolges erwähnenswert; der Verein hat nämlich in diesem Jahr auch eine aus finanzieller Sicht wesentliche Baumaßnahme durchgeführt, den Bau der Mauer entlang der nördlichen Länge des Spielplatzes.


Der Sportplatz war im Jahre 1959 durch den Kauf von der Gemeinde in das Eigentum des Südwestdeutschen Fußballverbandes übergegangen und ist seitdem dem Fußballverein zur Nutzung überlassen. Im Interesse der Verkehrssicherheit der Verkehrsteilnehmer auf der am Sportplatz vorbeiziehenden Landesstraße war die Erstellung eines Ballfanges zwingend notwendig geworden. Der Verein entschloss sich deshalb in Wahrnehmung seiner Verkehrssicherungspflicht eine entsprechende hohe Mauer zu errichten und führte diese Maßnahme 1960 in Eigenleistung mit finanzieller Unterstützung von Gemeinde, Landkreis und Fußballverband durch. Die Gesamtkosten beliefen sich auf über 14.000,- DM.

 

Durch die Anbringung von reklametafeln bringt die Mauer dem Verein heute nicht nur den erwünschten Nutzeffekt, sondern auch einen, wenn auch bescheidenen, finanziellen Gewinn.


Seit dem Jahre 1960 ist auch eine Alte-Herren-Fußballmannschaft, bestehend aus zahlreichen früheren aktiven Spielern, in den Verein integriert. Die AH-Mannschaft führt seit dieser Zeit alljährlich zahlreiche Fußballfreundschaftsspiele durch.


Das Vereinslokal befand sich vom Jahre 1945 bis 1947 in der Gastwirtschaft "Zur Sonne" und vom Jahre 1947 bis 1961 in der Gastwirtschaft "Zum Anker".


Am Sportplatz selbst waren bis zum Jahre 1961 keine für Spieler und Zuschauer benutzbaren Räumlichkeiten. Um für die einheimische Mannschaft und für die Gäste am Sportplatz Umkleideräume zu schaffen, war zunächst daran gedacht gewesen, im ehemaligen "HJ-Heim" entsprechende Räume auszubauen sowie Duschanlagen und Toiletten einzubauen. Da sich diese Absicht aber nicht realisieren ließ, wurde vom Verein eine gut erhaltene 20 Meter lange und 9,5 Meter breite Baracke käuflich erworben und am südwestlichen Ende des Sportgeländes aufgestellt. Die Baracke hatte neben einem geräumigen Wirtschaftsraum und einer Küche zwei Umkleideräume, einen Duschraum, einen Geräteraum sowie Toiletten. Die Baracke war im Frühjahr 1961 offiziell als erstes Clubhaus des Vereins eröffnet worden. Der Betrieb war zunächst vom Verein in eigener Regie geführt und später in Pacht gegeben worden.

Hinsichtlich des Sportgeländes selbst und der Ausübung des Sportbetriebes erfolgte 1964 eine wesentliche Verbesserung durch Herstellung eines weiteren Spielfeldes (Ausweichplatz) auf gemeindeeigenem Gelände an der östlichen Seite des Hauptspielfeldes. Dieser Ausweichplatz dient insbesondere der Abhaltung der Trainingstunden und der Durchführung von Spielen, wenn aufgrund schlechter Bodenverhältnisse das Hauptspielfeld geschont werden soll. Der Platz ist heute mit einer relativ guten Flutlichtanlage ausgestattet.


Einen großen wirtschaftlichen Verlust erlitt der Verein im Jahr 1965. Am Sonntag, dem 28.3.1965, frühmorgens gegen 6:00 Uhr, ging das Clubhaus in Flammen auf. die schnell herbeigeeilte Leimersheimer Feuerwehr konnte den Brand zwar unter Kontrolle bringen, ein Großteil der Räumlichkeiten war jedoch durch die Flammen so stark in Mittleidenschaft gezogen und beschädigt, dass sie nur noch zum Teil und nur noch bedingt benutzbar waren, so dass das Clubhaus schließlich vollständig abgerissen werden musste. Ein Clubhaus war aber nicht mehr wegzudenken und so ging man bereits kurze Zeit danach daran, einen Neubau in Angriff zu nehmen. Der Durchführung der Baumaßnahme gingen in Anbetracht, nicht zuletzt ihrer großen finanziellen Bedeutung wegen, zahlreiche Ausschusssitzungen voraus.


Als Standort sollte der bisherige Standort des alten Clubhauses beibehalten werden, da dieser als besonders geeignet angesehen wurde. Da das Clubhaus auf gemeindeeigenem Gelände errichtet wurde, musste die Gemeinde als Bauherr auftreten, die Baudurchführung selbst oblag jedoch dem Fußballverein. Im Herbst 1965 konnte dann tatsächlich mit den Bauarbeiten begonnen werden. Die offizielle Inbetriebnahme erfolgte im Jahr 1967. Die Gesamtkosten beliefen sich auf über 70.000,- DM, die zum Teil durch Zuschüsse der Gemeinde und des Landkreises gedeckt wurden. Der vom Verein selbst erbrachte Beitrag an Geldmitteln und Eigenleistungen war mit 45.000,- DM zu veranschlagen.


Es war das bedeutendste finanzielle Projekt in der Vereinsgeschichte. Das Clubhaus ist inzwischen zu einer Einrichtung geworden, dessen Bestand als eine Selbstverständlichkeit gilt und dessen Fehlen kaum mehr denkbar wäre.


Bis zum Jahre 1966 wurde das Gras auf dem Sportplatz mit der Sense oder einer landwirtschaftlichen Grasmähmaschine abgemäht. Eine Rasenpflege war mit diesen Geräten naturgemäß in dem gewünschten Maße nicht möglich. Seit dem Jahre 1966 wird ein vom Verein beschaffter Rasenmäher für die Pflege des Rasenplatzes eingesetzt.


Im Jahr 1967 wurde der Verein unter dem Namen "Fußballclub Leimersheim 1920 e.V." in das Vereinsregister eingetragen.

 


Das 50-jährige Vereinsjubiläum wurde in der Zeit vom 1. bis 3. August 1970 festlich begangen; es war umrahmt von einer Reihe sportlicher Veranstaltungen der verschiedensten Art sowie von geselligen Unterhaltungsabenden. Eine besondere Ehrung erfuhren beim Festbankett am 1. August 1970 die Gründungsmitglieder des Vereins.


Bei der anfangs der 70er Jahre unter der Regie des Kulturkreises Leimersheim begonnenen Erstellung des Verkaufsstandes am Sportgelände hat der Fußballclub selbstverständlich ebenso wie viele andere Leimersheimer Vereine seinen Anteil zur Realisierung dieser Einrichtung beigetragen.

Den größten sportlichen Erfolg in der nunmehr 75-jährigen Vereinsgeschichte brachte für den Verein die Verbandsrunde 1973/74. Die Vereinsmannschaft wurde Meister in der Kreisklasse A, Vorderpfalz, Gruppe Süd, und konnte in die Bezirksliga aufsteigen. In einer dieser halb am 25.5.1974 abgehaltenen Festveranstaltung wurden die Spieler für die ausgezeichnete Leistung besonders geehrt.


Leider konnte sich die Mannschaft infolge Spielerabwanderungen in deser Spielklasse nur relativ kurze Zeit behaupten; sie musste nach dreijähriger Zughörigkeit zur Bezirksliga im Jahre 1977 wieder in die A-Klasse zurückkehren.


Das sportliche Interesse des Vereins konzentrierte sich während der Zugehörigkeit zur Bezirksliga allerdings nicht allein auf die 1. Mannschaft. Vielmehr wurde auch, wie schon viele Jahre vorher, auf eine solide Jugendarbeit besonderer Wert gelegt.


Die E-Jugendmannschaft wurde 1974 Kreispokalmeister.


Erstmals im Jahre 1974 wurde ein Kleinfeldturnier unter Jugendmannschaften durchgeführt. Seitdem werden alljährlich diese Jugendturniere abgehalten, an denen sich auch zahlreiche auswärtige Jugendmannschaften beteiligen. Diese Kleinfeldturniere erfreuen sich stets wachsender Beliebtheit bei Jung und Alt.


Zu einer weiteren ständigen Sportveranstaltung sind die jährlichen vom Fußballverein durchgeführten Fußballdorfmeisterschaften geworden, die ab 1976 unter den Leimersheimer Vereinen ausgetragen werden.

Eine erneute Verbesserung des Sportgeländes erfolgte in den Jahren 1974 und 1975. Das Gelände wurde 1974 an der Südseite vollständig eingezäunt und ein Ballfang erstellt. An der Nord- und Süd-Seite des Hauptspielfeldes wurden 1975 die Zuschauerränge stufenmäßig ausgebaut.


Eine im Jahr 1978 beschaffte Beregnungsanlage sorgt heute dafür, dass das Spielfeld selbst auch an heißen Sommerwochen mit einem gepflegten dichten grünen Rasen bedeckt ist.


In den ersten Nachkriegsjahren war an der Südseite des Sportplatzes ein kleines Pappelwäldchen angelegt worden. Diese Pappeln wurden 1978 gefällt. Der Fußballverein hatte die Aufgabe übernommen, die Pappelstumpen zu roden, was dann auch im Frühjahr 1978 durchgeführt wurde. Im Rahmen der Aktion "Tag des Baumes" wurden am 18.3.1978 an gleicher Stelle 18 Lindenbäume gepflanzt, die  wenn sie einmal herangewachsen sind, in einigen Jahren einen schönen Rahmen für das Sportgelände abgeben werden.


Der Versammlungs- und Schankraum des im Jahre 1967 neu erbauten Clubhauses wurde 1979 renoviert und neu ausgestattet.


An der Ausrichtung der von der Ortsgemeinde Leimersheim im Jahre 1978 durchgeführten 1200-Jahrfeier hat sich der Fußballverein wie auch die übrigen örtlichen Vereine beteiligt und seinen Anteil zum guten Gelingen dieser Festveranstaltung beigetragen. So wurde u.a. in wochenlanger Arbeit an der Hauptstraße ein "Germanenlager" erstellt und diese mit Schilfrohr bedeckte "Hütte" während der 10-tägigen Festwoche von Vereinsmitgliedern in eigens jener Zeit angepassten Kostümen als Straßenschänke bewirtschaftet.


Die A-Jugendmannschaft wurde 1982 Kreismeister und Kreispokalsieger.


Ein weiterer sportlicher Erfolg zeichnete sich bereits 1983 ab. Die 1. Mannschaft erreichte das Kreispokalendspiel in der B-Klasse, das aber leider  gegen die Mannschaft aus Hagenbach unglücklich im Elfmeterschießen verloren wurde.


Die B-Jugendmannschaft sowie die C-Jugendmannschaft wurden 1983 Kreismeister.


Bereits ein Jahr später (1984) schaffte die 1. Mannschaft die Meisterschaft in der B-Klasse und den damit verbundenen Aufstieg in die A-Klasse. Die 2. Mannschaft wurde ebenfalls Meister ihrer Spielklasse. Eine Meisterschaftsfeier war der verdiente Lohn für die "Meisterspieler".


Im Oktober 1985 erklärte der 1. Vorsitzende Jürgen Schwab aus persönlichen Gründen seinen Rücktritt. Die Amtsgeschäfte führte der seitherige 2. Vorsitzende Karl-Heinz Muth bis zur nächsten Jahreshauptversammlung weiter.


Eine große Baumaßnahme fand 1986 statt. Es wurde die Toilettenanlage erweitert, damit auch diese den Ansprüchen der heutigen Zeit gerecht werden.


Ebenfalls wurden ein Jugendraum, ein Geschäftszimmer und ein Lagerraum für Getränke an das Clubhaus angebaut. Dank der Unterstützung des Landkreises Germersheim, der Ortsgemeinde Leimersheim, des Südwestdeutschen Fußballverbandes sowie durch finanzielle Eigenmittel und Eigenleistung des Vereins konnte dieses Bauprojekt durchgeführt werden.


Pünktlich zur Fertigstellung des "neuen" Clubhauses schaffte die 1. Mannschaft 1987, nach dreijähriger Zugörigkeit in der A-Klasse, die Meisterschaft und stieg wie bereits nach 1974 ein zweites mal in die Bezirksliga auf. In einer deshalb abgehaltenen Festveranstaltung im Gasthaus "Zum Lamm" wurden die Meisterspieler für diese ausgezeichnete Leistung mit einer Ehrenmedaille ausgezeichnet. Leider konnte sich die Mannschaft nur sehr kurz im Bezirksligaoberhaus behaupten; bereits ein Jahr später musste man wieder in die A-Klasse zurückkehren.


Das 70-jährige Jubiläum (1990) feierte man im "kleinen Rahmen". Die Vorbereitungen auf diese Veranstaltung konnte nur sehr kurzfristig vorgenommen werden, weil man erst im April 1990, nach der dritten (!) Jahreshauptversammlung einen 1. Vorsitzenden präsentieren konnte. Für den aus beruflichen Gründen ausgeschiedenen 1. Vorsitzenden Karl-Heinz Muth rückte nun der bisherige 2. Vorsitzende Robert Serr an die Vereinsspitze.


Die F-Jugendmannschaft wird 1990 Kreismeister und Kreispokalsieger.


Nach zweijährigem Gastspiel in der A-Klasse musste die 1. Mannschaft 1991 wieder in die B-Klasse absteigen.


Die E-Juniorenmannschaft wurde 1992 Kreismeister.


Die F-Jugendmannschaft konnte im gleichen Jahr alle drei möglichen Titel auf Kreisebene erreichen, nämlich Kreismeister, Kreispokalsieger und Kreishallenmeister.


Dank der Finanzierung der Ortsgemeinde Leimersheim konnte 1993 ein neuer Rasenplatz ausgestattet mit einer modernen Flutlicht- sowie Beregnungs-Anlage angelegt werden. Ebenfalls wurden im Rahmen dieser Maßnahmen diverse Leichtathletikanlagen geschaffen. Während diesen Baumaßnahmen mussten unsere Mannschaften zum Training nach Kuhardt ausweichen.


In diesem Jahr schaffte die D-Jugendmannschaft den Aufstieg in die Bezirksliga. Dies war bisher der größte Erfolg innerhalb der Jugendabteilung.


Auch unsere AH-Mannschaft verzeichnete 1993 den größten Erfolg innerhalb der Abteilung. Sie wurden Kreispokalsieger und qualifizierten sich für den Bezirkspokal.


Der sportliche Erfolg schien auch 1994 nicht abzureißen. Die 1. Mannschaft wurde mit 56:08 (!) Punkten und 121:29 Toren ungefährdet Meister der B-Klasse. Dies war der beste Punktestand, der in der bisherigen Vereinsgeschichte zu verzeichnen war. Die 2. Mannschaft wurde mit 50:14 Punkten und 81:36 Toren Vizemeister. Eine Meisterschaftsfeier mit Vertretern aus Sport und Politik rundeten eine erfolgreiche Saison ab.


Die E-Jugendmannschaft wurde 1994 Kreishallenmeister.

Zum 75-jährigen Jubiläum, das mit einer Festwoche vom 17. bis 25. Juni gefeiert wird, sind bereits zwei sportliche Erfolge vorzuweisen.


Unsere 1. Mannschaft schaffte ersehnten Klassenerhalt in der A-Klasse.

die AH-Mannschaft erreichte das Kreispokalendspiel gegen Germersheim (Ergebnis stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest).


Eine weitere Baumaßnahme wird das Jubiläumsjahr "arbeitsreich" ausfüllen. Die Böden im Wirtschaftsraum der Gaststätte sowie die Böden der Umkleidekabinen wurden gefliest. Ebenfalls wird ein Anbau zur Vergrößerung der Küche vorgenommen.


Der Fußballverein hat sich in den vergangen Jahrzehnten durch die zielstrebige Verbesserung und Ergänzung seiner Einrichtungen und Anlagen ein Sportplatzgelände geschaffen, das heuet den gestellten Anforderungen voll gerecht wird. Dies alles war nur möglich weil in allen Zeiten zahlreiche Mitglieder immer wieder selbst Hand anlegten und in ihrer Freizeit in vielen Arbeitsstunden die von ihnen erwartete Unterstützung dem Verein gaben. Dem sportlichen und kulturellen Leben in der Gemeinde Leimersheim hat der Verein zu allen Zeiten wertvolle Impulse gegeben und einen wesentlichen Anteil zum örtlichen Vereinsleben beigetragen. Er kann mit Recht auf die bisherigen Leistungen stolz sein.


Das Geschaffene zu erhalten, fortzuentwickeln und weiter zu verbessern und zu steigern wird für die Zukunft die vornehmste Aufgabe des Vereins und seiner Mitglieder sein.

 



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